Heylen Bricks
 
 
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100 jahren Heylen Bricks - Gross in besonderen Steinen

Opa Nicht unbedingt ein Mann des Wortes, sondern  der Tat. Er hat 1908 in Antwerpen die Steinfabrik Heylen gegründet. Mit großem Geschick lotste er die Steinfabrik durch zwei Weltkriege. Und ist dabei nie vom Kurs abgekommen. Er war sogar so unerschrocken, beschlagnahmte Bahnschienen wieder zurückzuholen und in tiefster Nacht zu vergraben. Das war einer der Gründe dafür, dass Heylen die Produktion sofort nach dem 1. Welt-krieg wieder aufnehmen und beim Wiederaufbau helfen konnte. Opa hat im wahrsten Sinne des Wortes das Firmenfundament geschaffen.
Unterwegs In den 60-er Jahren befand sich die Steinfabrik Heylen in Veldwezelt mehr oder weniger in einer Insellage. Auf der einen Seite war die Grenze zu den Niederlanden und auf belgischer Seite lag hier ein Kanal. Über den Kanal führte zwar eine Brücke, aber sie musste durch eine neue ersetzt werden.  Die Behelfsbrücke verursachte große Probleme, denn die Höchstbelastung betrug maximal 15 Tonnen. Das ist weniger als ein mit Steinen beladener Lkw. Lkws konnten die Steinfabrik einzig und allein über das niederländische Maastricht erreichen. Das bedeutete: Sowohl in Vroenhoven als auch in Veldwezelt fand eine Zollabfertigung statt. Inner¬halb von fünf Kilometern musste man zweimal durch den Zoll. Und zu guter Letzt wurde das Zollamt in Veldwezelt für den Güterverkehr geschlossen. Zum Glück konnte durch die guten Beziehungen zum Zoll eine Lösung gefunden werden. Die Fahrer mussten sich in Vroenhoven anmelden und hatten anschließend eine halbe Stunde Zeit, nach Veld¬wezelt zu fahren. Auf diese Weise konnten wir unsere Kunden rechtzeitig beliefern.
Kein Rauch ohne Feuer... Schlagzeile der Zeitung Limburgse Courant: Maastricht wird besudelt und die Gemeinde¬verwaltung handelt nicht. Es wurde nämlich behauptet, dass die Steinfabrik die Steine mit Heizöl brennen würde. Ein imponierendes Foto von Schornsteinen mit schwarzen Rauchwolken erledigte den Rest. Die Gemeindeverwaltung in Maastricht stand innerhalb eines Tages bei uns vor der Tür. Schnell konnten wir mit ihr einen Vertrag zur Gaslieferung über Maastricht abschließen. Das sollte sich in der kurz darauf eintretenden Ölkrise noch als Glücksgriff erweisen. Auf Grund der negativen Presse seinerzeit und dem schnellen Eingreifen der Gemeindeverwaltung hatte die Fabrik kaum Probleme durch steigende Energie¬preise, sodass sie ihren Wettbewerbern eine Nasenlänge voraus war.
Der schreckte vor niemandem zurück. Unser Vater. Joseph Heylen. Er lernte mit 25 Skilaufen und hörte damit erst auf, als er 75 war. An Sportwettkämpfen hat er gerne teilgenommen. Im Schuss ins Tal oder im Slalom durch den Schnee. Mit seiner Sieger¬mentalität hat er es weit gebracht. Und zwar nicht nur im Schnee, sondern auch im Werk. Immer wieder präsentierte er neue Ideen. Sowohl für die Steine, als auch für die Organisation. So fasste er als erster Unternehmer im belgischen Limburg den Beschluss, die Gehälter per Bank auszuzahlen, weil es gewisse Gefahren barg, jede Woche mit einer Lohntüte unterwegs zu sein. Die Frauen waren natürlich begeistert. Endlich keine nur noch zur Hälfte gefüllten Lohntüten mehr am Freitag. Die Männer mussten sich noch daran gewöhnen. Um freitags doch noch ein Bierchen trinken zu können, wurden die Überstunden am Freitag bar ausge¬zahlt. Was für ein kreativer Kompromiss.
Hip Hip Die neue Generation der Familie Heylen. In den 70-er Jahren geboren. In der Fabrik aufgewachsen und der Faszination von Steinen erlegen. Zuerst war das zwar vor allem Lego, aber schon nach kurzer Zeit kamen die echten Steine hinzu. Hand in Hand mit dem Vati durch die Fabrik und in den Ferien helfen, Steine zu brennen. Wir wissen also, worauf es in unserem Job ankommt. Wir sind stolz auf unseren Betrieb und die Tatsache, dass wir seit 100 Jahren bestehen. Und wir? Wir setzen den Weg fort: autonom, innovativ und engagiert.

Angenehm! Am Samstag, den 25. Oktober 2009, haben wir unser 100-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Über 600 Personen nahmen an der abendlichen Feier teil und genossen das musikalische Programm bei leckerem Essen und guten Gesprächen. Auch unsere Mitarbeiter waren mit von der Partie. Vielleicht nicht alle gleichermaßen sichtbar, aber alle unverzichtbar. Tag für Tag sind sie für die Produktion verantwortlich und bestrebt, in Brennverfahren für schöne Produkte immer neue Grenzen auszutesten. Für Sie, unsere Kunden, sind sie ehrgeizig auf der Suche nach höchster Qualität.